Astronomie Abend am 22.1.25

Viele Mitglieder des Fördervereins und der Schulfamilie interessierten sich trotz schlechter Sichtverhältnisse für den am 22. Januar stattfindenden Astronomie Abend, der vom Förderverein des Gymnasium Miesbach und Frau Laubmeier vom GYMB organisiert wurde. Es hatten sich spannende externe Referenten angekündigt, die sowohl für jedermann als auch für besonders interessierte Besucherinnen und Besucher mitreißende Vorträge vorbereitet hatten. Damit konnten sich die Zuschauer darüber hinwegtrösten, dieses Mal nicht die Planetenreihe in den verschiedenen, dennoch vorbereiteten Fernrohren beobachten zu können.

 

Nach der Begrüßung durch Fördervereinsvorsitzenden Florian Huber und StRin Carolin Laubmeier machte Herr Udo Niehoegen den Anfang mit seinem Vortrag mit dem Thema „Warum Astronomie als Hobby?“. Er zeigte eindrucksvolle Fotos seiner astronomischen Beobachtungen, die gerade wegen seiner Eigenschaft als Amateur-Astronom großen Anklang fanden und sicher einige Zuschauer zu eigenen Beobachtungsabenden motivieren konnten.

 

Für den zweiten Vortrag konnte mit Dr. Wolfgang Holota, der als Chefingenieur für optische Instrumentierung bei Astrium (heute Airbus) das Konzept für das „NIRSpec“ entwickelt hat, ein echter Hochkaräter gewonnen werden. Er berichtete mitreißend über die technischen, physikalischen und politischen Schwierigkeiten bei Entwurf und Konstruktion des Infrarotspektrometers, das seit 2021 mit dem James Webb Teleskop im All schwebt und das Licht weit entfernter Galaxien sowie die Atmosphären von Exoplaneten untersucht. Damit wurden bereits aufregende neue Erkenntnisse über die ältesten Galaxien und damit auch über eventuelle Fehler am Urknallmodell produziert, wie Dr. Holota eindrucksvoll ausführte. Auch die Präzision, mit der Spiegel gebaut werden müssen, die im Weltall dann bei -240°C funktionieren sollen, erstaunte die Zuhörer.

 

Leider konnten aufgrund des schlechten Wetters weder die mitgebrachten Fernrohre von Herrn Niehoegen noch die von Fördervereinsschriftführer Martin Weiß zum Einsatz gebracht werden. Interessierte Besucher konnten jedoch nach den Vorträgen einen Blick auf die Instrumente sowie auf die Schulsternwarte werfen oder sich mit den Referenten bei einem Getränk vom Stand der Q12 austauschen.

 

 

Vielen Dank an Carolin Laubmeier, Martin Weiß, Herrn Niehoegen und Dr. Holota für diesen tollen Abend